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China reagiert mit Abwertung auf Trumps Zölle

Created by Frank Diebel | |   Economy

Donald Trumps Ziel, chinesische Einfuhren in die USA zu verteuern, beantwortet China mit einer Abwertung des Yuan. Es zeichnet sich damit ab, dass der Handelsstreit zu einem Währungskonflikt zwischen beiden Ländern heranwächst. Zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008 durchbricht der chinesische Yuan wieder die magische Marke von 7 Yuan pro US-Dollar.

Bislang hat sich die Volksrepublik China sehr damit zurückgehalten, auf Trumps Zölle mit der Abwertung ihrer Währung zu reagieren. Inzwischen setzt sich in Peking aber wohl die Erkenntnis durch, dass mehr Flexibilität auf der Währungsseite notwendig ist, um die Folgen der US-Handelspolitik abzufedern. Weil sich dadurch die Einfuhren von chinesischen Waren in den us-amerikanischen Markt verbilligen, verpuffen jetzt geradezu die Strafzölle von Donald Trump gegen China. Noch ist unklar, ob es sich hierbei um eine administrativ herbeigeführte Abwertung handelt. Es spricht jedoch Vieles dafür, dass es so ist. Jedenfalls ist die neue Entwicklung des Wechselkurses ein zweischneidiges Schwert sowohl für die Volksrepublik als auch für die Vereinigten Staaten. Zwar verbilligen damit sich die Ausfuhren Chinas in den Dollar-Raum, aber die Importe verteuern sich hingegen auch. Außerdem steigen infolge der Abwertung des Yuan auch die in Dollar denominierten Währungsreserven Chinas wieder an. China und die USA bleiben also handels- und währungspolitisch weiterhin untrennbar ineinander verwoben und aufeinander angewiesen.

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Trade Dispute Between USA and China
Trade Dispute Between USA and China (Image Source: Shutterstock)